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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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barten Dörfer und mit ihnen auch mein Vater auf das Schlachtfeld, um Verwundete aufzuſuchen und ihnen Hülfe zu bringen. Leider gelang es meinem Vater nur Sie zu retten und glücklich in unſerer Hütte zu verber⸗ gen, da alle andern Verwundeten an die Franzoſen aus⸗ geliefert werden mußten und in die Lazarethe gebracht wurden, wo ſie geheilt und dann als Kriegsgefangene nach Frankreich gebracht werden ſollen.

An die Franzoſen? Haben denn die Preußen die Schlacht nicht gewonnen?

Das Mädchen ſchüttelte traurig den ſchönen Locken⸗ kopf und blickte mit naſſen Augen den jungen Krieger an, der mit dem Schmerzensruf:Verloren! O mein Kopf, mein Kopf! ohnmächtig zuſammenſank.

Das Mädchen holte ſtärkende Eſſenzen herbei und nach langen Bemühungen ſchlug der junge Mann die Augen wieder auf.

Verloren! murmelte er leiſe,Preußen hat ver⸗ loren nun iſt es aus mit Deutſchland! Und was iſt aus dem Heere, was iſt aus dem Feldherrn geworden?

Alles geflohen, Alles zerſprengt, und die Franzoſen wild hinter drein, haben eine Unmaſſe Gefangene ge⸗ macht.

Aber das Heer bei Auerſtädt, das der Herzog ſelber commandirte und bei dem ſich der König befand,