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Gefangen und befreit : vaterländisches Gemälde aus den Jahren 1806-1814 / von Julius Mühlfeld
Entstehung
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23 3 mäßiges und ausgebreitetes Geſchützfeuer, und es ward ihnen zum Schrecken klar, daß ſie es nicht mit einem klei⸗ nen Streifcorps, ſondern mit einer ganzen feindlichen Armee zu thun hatten, die mit rieſiger Geſchwindigkeit bereits die Höhen beſetzte, welche die ſich ſehr ſicher dün⸗ kenden Preußen vernachläſſigt hatten.

Es war Davouſt mit ſeinem Armeecorps, auf das die Preußen ſtießen, und die Schlacht war jetzt unver⸗ meidlich.

Was man am Tage vorher verſäumt, die Beſetzung der Defileen von Köſen, welche ſich bereits in der Gewalt der Feinde befanden, wollte der Herzog von Braunſchweig jetzt mit Gewalt erzwingen.

Er ſtellte ſich ſelber an die Spitze des Heeres und es begann nun um den Beſitz des Dorfes Haſſenhauſen ein hitziges Gefecht. Eroberten die Preußen dieſes Dorf, war der Sieg für ſie entſchieden. Aber alle Anſtrengungen ſcheiterten an der Hartnäckigkeit der franzöſiſchen Truppen, Herzog Ferdinand verlor durch eine Kugel beide Augen und ward bewußtlos aus dem Getümmel gebracht, Graf Schmettau erhielt eine Kugel in's Herz.

Durch den Verluſt der Oberfeldherrn war die Ein⸗ heit, der Schlachtplan verloren, und obgleich die Regi⸗ menter löwenmuthig fochten, obgleich die Prinzen und Generale, keine Gefahr ſcheuend, ſie ſelber in den Kampf