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und da eine Unterhaltung angeknüpft, doch hatte er we⸗ nigſtens darin den Rath Mr. Roſt's befolgt, daß er bei ſeinem angenommenen Namen blieb und ſich nicht als Adeliger ausgab. Er fühlte es gleichſam ſelber, daß in dieſer Sphäre der Adel nicht gedeihen könne, und man hielt ihn für einen der Tauſende ſeiner Landsleute, die mit der Abſicht einwandern, ſich anzuſiedeln.
Hans lehnte nach dem Eſſen an einem Fenſter, dampfte eine Cigarre und blickte intereſſevoll auf die vor⸗
beiwogenden Menſchen nieder— als ein ſchon ältlicher
Mann zu ihm trat, der ſeinem Geſpräche zugehört und ihn unbemerkt ſchon längſt beobachtet hatte. Ohne erſt von Harder beachtet zu werden, ſetzte er ſich ihm gegenüber und ſagte endlich in gutem Deutſch:
„Sie ſcheinen eben erſt angekommen zu ſein, Herr, haben Sie ſchon Ihre Pläne für die Zukunft gemacht, oder kann Ihnen ein vielerfahrener Geſchäftsmann, dem ſchon mancher neu ankommende Landsmann Vertrauen ſchenkte, mit Rath und Vermittlung nützlich ſein?“—
Eben flog ein ſtechender Blick aus den grauen Au⸗ gen zu Harder hinüber, allein als dieſer aufſah, blickte er in das gutmüthigſt ehrliche Geſicht, dem man nicht leicht mißtrauen konnte.
Dieſer Mann erſchien unſerem Freunde wie ein Schickſalsbote, und er beſchloß ohne Zögern, ihn um
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