Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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nur ſchlecht erfüllt haben, oder auch, man beeilte ſich in der Reſidenz ſichtlich nicht, die Nachforſchung und Ver⸗ folgung ernſtlich zu betreiben. Man wollte vielleicht den Spectakel und Scandal vermeiden, einen Officier aus dem älteſten Adel aufgreifen und nach der Reſidenz trans⸗ portiren zu laſſen, da das doch wieder auch einen Schat⸗ ten auf die militäriſche Ehre im Allgemeinen werfen und eine Familie tödtlich compromittiren mußte, die ſeit Jahr⸗ hunderten treue Diener und Stützen des Herrſcherhauſes gezählt hatte.

Nirgends zeigte ſich dem zagenden Flüchtlinge ein verdächtiges Zeichen, und er langte ungefährdet in Ham⸗ burg an. Auch hier nahm Niemand Notiz von ihm ein ſicheres Si⸗ daß man ihm hier nicht nachge⸗ forſcht hatte, denn die Uniform hätte ihn ſofort verra⸗ then müſſen.

Sein erſter Gang war nun zu einem Kleiderhänd⸗ ler, in deſſen Locale er die Uniform mit einem einfachen Civilanzuge vertauſchte, dann aber dachte er weiter über ſeinen Plan nach und berechnete vielleicht zum Male in ſeinem Leben, ſein Vermögen.

Der Stand desſelben war kein glänzender, denn ſeine ganze Baarſchaft betrug jetzt nur noch fünfhundert und einige Thaler, die er vor wenigen Tagen erſt bei Silbermamn geholt hatte, um ſich in ſeiner neuen Woh⸗