Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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und Lebeu; ich bin ja ſo jung noch, habe noch ſo viele Forderungen an das Daſein und mag nicht die ſchönſten Jahre desſelben im einſamen Kerker vertrauern. Nein, nein, noch kann ich gerettet werden!“—

Sein Geſchick war entſchieden, und nicht ſein Cha⸗ rakter, nicht die Energie des Willens hatten es be⸗ ſtimmt, ſondern der thieriſche Inſtinct, der die Creatur antreibt die Nacht zu fliehen und ſich der Sonne und dem Lichte zuzuwenden.

Schon flog er dem Bahnhofe wieder zu, und Alles Zögern, jedes Bedenken waren glücklich überwunden.

In der Ferne winkten Freiheit und Glück— mußte es ihn denn nicht erwarten, wo er ſeinen freiherrlichen Schritt hinlenkte?— Und er hatte die Ferne gewählt.

Wenige Minuten ſpäter ſaß er athemlos im Wa⸗ gen— der Zug flog davon und führte den Flüchtling einem neuen Leben entgegen.

Konnte, durfte es ihm ein anderes, als ein glück⸗ liches ſein?— Konnte eine Gegend, die ſein Fuß betrat, dem Klange ſeines freiherrlichen Namens widerſtehen, und ihn anders als huldigend empfangen?— Thörichte Beſorgniß. Hatte er nur erſt die Gränzen des Vaterlan⸗ des im Rücken, ſo war er gerettet und glücklich, und tan⸗ ſend lockende Lebens bilder winkten ihm aus dem fernen