Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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len, und als Mann von Ehre die blutig gerettete auch weiter vertreten.

Und ganz begeiſtert von dieſem Entſchluſſe eille er einer nicht fernen Droſchke zu, um in die Reſidenz zu⸗ rückzufahren.

Doch noch ehe er ſie erreichte, kamen die Beden⸗ ken. Fünf Jahre mindeſtens im Feſtungskerker ſchmachten, fern dem Leben, fern der Freiheit,— ohne Hoffnung auf Begnadigung. Ja, ohne Hoffnung auf Begnadigung!2 Denn erſt vor wenigen Wochen war das Geſetz wegen der Duelle neu verſchärft und publizirt worden— ſein Fall war der erſte ſeitdem und an ihm würde man glauben ein Exempel ſtatuiren zu müſſen.

Nein, nein— das wäre entſetzlich!—

Sein Muth ſank tiefer und tiefer und ſein ehren⸗ voller Entſchluß wankte. Mitten in ſeinem eiligen Gange hielt er zögernd inne und blickte gedankenvoll nach dem Bahnhofe zurück. Dort winkte ihm Freiheit und Leben—

und ach, das Leben in der Freiheit war ja ſo ſchön!—

Konnte, durfte er ihm entſagen, ſo lange noch ein Aus⸗ weg, eine Ausſicht auf Rettung ihm blieb?—

Da läutete die Glocke zum Zuge— ſchrillendes Pfeifen der Locomotive tönte herüber— und:„Nein, nein!“ rief es in ihm,„ich will nicht gefangen, ich kann kein Gefeſſelter ſein! Meine Seele dürſtet nach Freiheit

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