Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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ſter Anna den erſten Unterricht gehabt. Sie hatte es bis zur Virtuoſität gebracht, während ſeine Kunſt immer ſehr für den Dilettantismus zu ſchwärmen ſchien und ihn niemals lange an dem Inſtrumente raſten ließ.

Was mochten ſie wohl heute machen in Harders⸗ berg, und mochten ſie wohl ſeiner in Liebe gedenken?— Ja, ja dort liebte man ihn und hatte man ihm vergeben, und wenn er einſt wiederkehren würde, einſt— doch das Einſt lag wohl noch in ungemeſſenen Fernen— dort würde ſeiner Verzeihung und die alte Liebe warten!—

Ein ähnliches Inſtrument hatte auch im Salon der Signora geſtanden, und oftmals hatte er auf demſelben den herrlichen Geſang der Signora begleitet. O dieſe Stimme, wie war ſie ſo rein und herrlich geweſen, ſo klangvoll, wie himmliſche Muſik der Sphären. Wie hatte ſie immer ſein Herz berauſcht und ihn himmelhoch ge⸗ hoben mit ihrer bezaubernden Macht— und doch hatte ſie ihn betrogen! Gedankenlos ruhten ſeine Finger auf den Taſten und ſchlugen leiſe Accorde an.

Die Töne grüßten ihn wie ſelige Stimmen heilig⸗ ſter Erinnerung, und ſeine Seele antwortete in Tönen. Leiſe und ſchwebend flogen die Finger über die Taſten, und die Melodie einer jener herrlichen Arien, die ſie mit Meiſterſchaft geſungen hatte, quoll aus ihnen hervor.

Hans hatte ſich, die Gegenwart, Alles, Alles ver⸗