und die Prüfungen des Schickſals hatten ihn ſchwer darnieder geſchlagen, ihn zum Aeußerſten und an den Rand des Grabes getrieben.
Er ſah heute das Alles wieder, lebte ſie alle noch einmal durch die ſchweren Prüfungen, die das Schickſal ihm beſtimmt hatte, und doch fühlte er: die Schuld war nicht geſühnt, der blutige Schatten des Franzoſen nicht verſöhnt, den er im ſtarren Egoismus engherziger An⸗ ſichten ſeiner Ehre hingemordet hatte.„Vorwärts, vor⸗ wärts!“ rief er ſich ſelber verzweifelnd zu,„das Heil iſt verſcherzt, ich kann nicht mehr glücklich werden, ſondern nur noch meine Pflicht erfüllen. Mir iſt das Leben keine Wohlthat mehr, der Tod wäre es vielleicht, aber ich muß leben, um zu ſühnen, das Daſein ertragen, um einſt beſ⸗
ſer ſterben zu können, als ich vordem gelebt habe. Daß man einſt meinem Andenken nicht fluchen darf, das iſt die einzige Ehre, die ich noch erſtrebe.“—
Und mit Henal die finſteren Bilder der genheit in ihr ſtilles Bett zurückjagend, trat er zu dem Inſtrumente hin.
Es war ein elegantes, tafelförmiges Fortepiano, in glänzendes Mahagoniholz gekleidet und auf gedrehten Füßen ruhend, von denen jeder eine vergoldete Löwen⸗ klaue hielt. Ein ähnliches Inſtrument hatte auf Harders⸗ berg geſtanden, und auf ihm hatte er mit ſeiner Schwe⸗
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