Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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6 Einblick in die Verhältniſſe, des Hauſes von Harder er⸗ öffnen, die in ihrem jetzigen Zuſtande, Dir, wie jedem Anderen, fred ſind, denn ſelbſt Gertrud habe ich ſie erſt heute Morgens mitgetheilt.

„Erinnerſt DuDich noch, unter welchen Verhältniſſen ich Hardersberg übernahm?“—

„Gut genug, Curt, denn ſo etwas vergißt man im Leben nicht wieder, und wir haben ja damals heimlich genug geweint, daß die Ausſichten für Dich und für uns Alle ſo trübe waren.“

„Schön, ſchön. Du heirateteſt aber hinweg in eine ſorgenloſe Stellung, und mir blieb die Sorge, mich durch die drückenden Verhältniſſe hindurch zu ſchlagen. Ich wollte damals alles Mögliche thun, um die Zuſtände zu verbeſſern, und wahrhaftig, meine Gertrud und ich ſind nicht müſſig geweſen— dieſes Zeugniß können wir uns mit gutem Gewiſſen vor Gott und Menſchen geben. Wir haben gerungen und ehrlich gekämpft für die Ehre und den Glanz des Hauſes, und wir hätten auch vielleicht

obgeſiegt, und ſie mit der Zeit wieder hergeſtellt,— da kam die Geſchichte mit Rudolf und zerſtörte nicht nur das mühſam Gewonne wieder, ſondern ſtürzte uns tiefer noch zurück, als wir vorher geſtanden hatten.

„Niemand hatte es erfahren wie große Opfe