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verei— aber es muß glänzend und erhaben bleiben, wenn wir uns vor der Annäherung des Volkes behüten und unſeren Stand nicht mit der Zeit zu ihm hinabſin⸗ ken laſſen wollen. Deßhalb billige ich auch die Annähe⸗ rung und Verbindung des alten guten Adels mit den Parvenu's und Geldmenſchen durchaus nicht. Geld iſt nicht Rang, Gold edelt nicht das Blut und adelt nicht — wie denn auch ein reicher Inde noch lange nicht adelig iſt, weil er ein Diplom in der Taſche hat und berechtigt iſt, das Wort„von“ vor ſeinen Namen zu ſetzen. Ein Diplom verleiht den Adelstitel, aber macht nicht„adelig“, und Verbindungen mit ſolchem grünen Holze ſind Zugeſtändniſſe, welche die alten Ritterge⸗ ſchlechter mit der Zeit ruiniren müſſen und die ein Zwit⸗ tergeſchlecht befördern, welches das Volk mit Recht ver⸗ lacht. Wenn Zeder, der Millionen zuſammen gewuchert hat und ſich den Adel kauft, deßhalb uns gleich ſtehen und das Recht haben ſoll, die Augen auf die Töchter unſerer Familien zu richten, und ſich in unſere Mitte zu drängen,— ſo geht es zu Ende mit uns, und— wie wir uns dann ſelber nicht mehr achten können, geben wir uns auch berechtigter Verachtung Preis. Wenn Ze⸗ dem, der für einige Tauſend Thaler ein funkelneues Diplom in der Taſche hat, auf deſſen verziertem Stamm⸗ baume er der erſte und einzige Stammhalter iſt, der


