Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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für das Herz des Mädchens, daß ſie ſo treulich hier in Deinem alten Eulenneſte aushält, welches ſonſt gerade kein lockender Aufenthalt für junge Mädchen iſt.“ „Da haſt Du Recht, Bruder, und wenn ich nicht bleiben müßte, und damals gezwungen ward, mich nun auf einer Scholle— oder vielmehr in dem einen Zim⸗ mer feſtzuketten— ich wäre wahrhaftig noch lange nicht hergegangen. So aber bietet es immer mir noch etwas, was ich anderswo nicht hätte, Ungenirtheit bei meinem Uebel und die Ausſicht auf Park und See. Anna frei⸗ lich bedauere ich oft— und doch iſt man im Alter ſo egviſtiſch, daß ich ſie nicht entbehren und nicht wieder fortziehen laſſen möchte, bis es mit mir einmal zu Ende iſt.— Obgleich ich recht gut weiß, wie wenig es mir ſelber an ihrer Stelle behagen würde, und wie mich am Ende ſelbſt eine alte kranke Tante nicht verhindern würde, bei guter Zeit durchzugehen.“ 2 Der Freiherr lachte, und die Erinnerung an frü⸗ here Tage blitzte frendig in ſeinen Zügen auf „Das glanbe ich ſelber auch, Frieda. Du hatteſt immer ein Stückchen von meinem gleichen Weſen, ritteſt und jagteſt mit uns Knaben um die Wette— mit Ru⸗ dolf glaube ich noch lieber, als mit mir.“ „Rudolf,— ach Eurt, warum berührſt Du den