Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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ſie in meiner armſeligen Hütte mit dem elenden Kinde und wird vom Fieber verzehrt. Reue und Gram haben ihre blühende Geſundheit gänzlich zerſtört, nachdem der Schändliche ſie verlaſſen hat, der ſie zu ſeiner Frau machen wollte, und nachher im Elende ſitzen ließ. Ein Officier war es, der meine arme Marie verführt hat.“

Anna hatte ſich bei der Erzählung der Alten halb abgewandt, doch bei dem letzten Worte zuckte ſie auf und mit angſtvollen Blicken rief ſie ahnungsvoll:„Ein Offi⸗ cier?— Frau Wendt— und meine Großmutter ſoll rathen?— Um Gotteswillen, mein Bruder?— Sprechen Sie, Sie ſehen ja, ich vergehe in Angſt— war es mein Bruder?“—

Die Alte, welche ganz in ihren Schmerz verſunken, nur eigentlich für dieſen Sinn hatte, ſah erſtrocken auf, ſah die angſtvollen Blicke des jungen Mädchens, der die Thränen in die Augen drangen und—„nein, nein,“ rief ſie heftig, um Gott, Ihr Herr Bruder, der edle Junker Hans, hätte mein armes Kind nicht unglücklich gemacht.— Ach liebes, gnädiges Fräulein, ſeien Sie nur nicht böſe, daß ich Sie ſo erſchreckt habe, es war ja überhaupt ungeſchickt von mir, Ihnen von der ganzen Sache zu ſagen— wo mir doch nur die Frau Generalin rathen kann, und ich hätte es auch nicht gethan, wenn Sie es nicht ſelber gewollt hätten. Rein, nein, liebes, gnä⸗