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dem ein kattunenes Häubchen prangte. In ihrem gan⸗ zen Weſen lag etwas Einfaches, Aermliches, und die gutmüthigen Züge weckten Theilnahme und Vertrauen. Sie ließ ihre Augen durch alle Büſche ſchweifen, als ſuche ſie Jemand; da gewahrte ſie plötzlich Anna, welche ihr ſchon eine Weile verwundert zuſah, und trat befangen näher.
„Wem ſucht Ihr, liebe Frau?“ rief ihr dieſe bereits freundlich entgegen, und trat nahe zu der Alten heran.
„Ach Gott— Sie ſind wohl gar das gnädige Fräulein?“ ſtammelte dieſe, durch Anna's Freundlich⸗ keit in Verlegenheit gebracht.
„Ich bin Anna von Harder; ſuchen Sie mich vielleicht, um mir etwas zu ſagen, oder wollen Sie vielleicht die Frau Generalin, meine Tante, ſprechen?“
„Tante Frieda— ach ja— ja die Frau Ge⸗ neralin wollte ich auch aufſuchen, und auch meinen Bruder, den Krieger, und meinen Sohn, den Ernſt, wenn er zu Hauſe iſt; ich wollte mir Rath holen, gnädiges Fräulein.“
„Ach, Sie find unſeres guten Ernſt Mutter? Na das freut mich, Frau Wendt, daß ich Sie kennen lerne. Seien Sie mir willkommen, und Tante Frieda


