Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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was hilft das Klagen, wir ſind nicht dazu beſtimmt, glücklich zu ſein.“

Sie hatte ſich auf ihrem Lieblingsplatze nieder⸗ gelaſſen, der unter Ernſt's Pflege immer lieblicher gedieh, doch die Unruhe jagte ſie bald wieder auf, und planlos irrte ſie im Parke herum, die Rückkehr des Vaters erſehnend.

„Was mag er nur haben? Sicher betrifft es mich! Will er mich wegnehmen von Tante Frieda? Sollte gar jetzt ſchon— doch nein, das iſt nicht mög⸗ lich, denn Joachim iſt ja noch in der Reſidenz, und kehrt erſt im nächſten Frühjahre heim, um mich aus meinem Frieden zu reißen.

„Wer doch Tante Frieda's Gottvertrauen und ihre Ruhe und Anſchauung der Dinge hätte! Wie Gott will, ſazt ſie ſtets, und iſt immer zufrieden und er⸗ geben. Ich bin es auch, muß es auch ſein, aber ich

würde es auch ſein in niedrigen Verhältniſſen, und würde in ihnen und an Ernſt's Seite mich glücklicher ſühlen können. Der Glanz des Adels und Ranges iſt mir nicht Bedürfniß. Ich würde— doch was will denn die Fran, die da ſo ſchüchtern im Parke umher⸗ blict?— Eine Bettlerin ſcheint ſie nicht zu ſein, denn ſie iſt ſo anſtändig gekleidet— ſollte ſie wen ſuchen?“ Es war eine alte Frau mit grauem Haare, auf 3*