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ſagendes Glück gefunden hatte, ſchien ihr nicht der rechte Weg für ihr Wohlergehen. Doch der Vater durfte davon nichts bemerken! ſie durfte nicht durch Widerſtreben die erſten Minuten des erſehnten Wieder⸗ ſehens trüben, und ſchnell gefaßt erwiderte ſie:
„Aber komm doch, Vater, komm zur Tante Frieda! O wie wird die ſich freuen! Tante Frieda iſt in letzter Zeit gar nicht recht geſund geweſen.“.
„Schön mein Kind, aber gehe Du nur nach dem Parke, denn ich habe mit Tante Frieda einige Geſchäfte zu beſprechen, die Dich nur langweilen würden. Ich ſuche Dich dafür nachher im Parke auf. Geh', mein Kind!“
Und ſie zärtlich küſſend, wandte er ſich ber Thür zu, und trat in das Schloß. ₰
Anna ſah ihm beſtürzt nach. Eine Angſt über⸗
kam ſie, als ob ihr etwas Schlimmes drohe, und ſie ahnte nicht mit Unrecht, daß ſich die vorgeſchobenen Geſchäfte um ihr Geſchick drehen werden, und daß da oben von ihr und ihrer Zukunft die Rede ſein ſollte.
Langſam und gebeugten Hauptes ſchritt ſie dem Parke zu, und ihre Lippen murmelten leiſe: 5
„Armer Ernſt! Er liebt mich ſo tren, ſo ehr⸗ furchtsvoll; ich bin ihm Alles, und darf ihm dochen etwas Anderes ſein, als eine gnädige Herrin! Do


