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Ahnung und Erkennen war ein Augenblick— und die Tochter lag in den Armen des Vaters.
„Wo wollteſt Du denn hingehen, mein Töchter⸗ chen?“ frug der Freiherr, als er ſah, daß ihn Anna hinaufbegleiten wollte.
„Ich wollte in den Park,“ liebes Väterchen; ach, wie freue ich mich, Dich zu ſehen, und wie wird ſich Tante Frieda freuen. Iſt denn aber auch die Mutter geſund, und ſeid Ihr Alle recht wohl und glücklich auf Hardersberg?“
„So wohl und ſo glücklich,“ erwiderte der Vater mit ſchneidendem Doppelſinn,„daß wir uns recht leb⸗ haft mit Deinem Glücke beſchäftigen. Ich bin recht ſehr erfteut, auch Dich ſo wohl ausſehend zu finden; Du biſt ja bei Tante Frieda neu aufgeblüht, und alle meine Sorgen gehen vorüber. Denn eigentlich hat mich doch auch die Sorge um Deine Geſundheit hergetrieben, da ich immer fürchtete, daß Dir der Aufenthalt hier noch weniger gut bekommen würde als Harderberg, 6 ich dachte deßhalb ſchon an eine neue Heimat für
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Anna lächelte ſchmerzlich und dankte dem Vater mit einigen halblauten Worten, von denen ihr Herz nichts wußte. Denn ſie aus Tante Frieda's, aus Ernſt's Nähe rufen, wo ſie ein friedlich ſtilles, wenn auch ent⸗
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Ehre. M.


