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Seele lähmte und ihr Herz bedrückte wie eine Todes⸗ qual. Dem ſoliden Braunen des Freiherrn ward warm auf dem eiligen Ritte, deſſen Strapazen er ſeit Jahren nicht mehr kennen gelernt hatte, und doch kam er dem Freiherrn nicht ſchnell genug vorwärts, und nicht eher ward er ruhig, als bis ſein Roß aus dem Walde bog, und das alte Schloß Tante Frieda's vor ihm lag. Die Ausſicht von dieſem Punkte war überraſchend ſchön, und dem Freiherrn fiel ſie ſelbſt heute auf, wo ſo viele Sorgen ſein Herz beſchwerten und ſeine Ge⸗ danken in Anſpruch nahmen. Der Boden ſenkte ſich von hier aus ſanft hinab, dem Strande zu, an dem das Schloß ziemlich hart gelegen war, und, da die Nebel längſt verſchwunden und aus dem trüben Mor⸗ gen ein heiter lachender Tag geworden war, blitzte und funkelte es draußen wie ein endloſes Geſchmeide der herrlichſten Brillanten. Die Herbſtſonne ſpielte mit dem leiſen Kräuſeln der Wellen, und ſchaukelte ihre Strahlen auf den feuchten Spitzen, und das alte Schloß ſchien noch einmal ſo alt und ehrwürdig, wenn die lachende Sonne ſeine Zinnen küßte. Wie ein nrolter Ahne inmitten des jungen Lebens, das um ſeine Füße jubelt und ſpielt, ſtand das alte Schloß, und wer es fah, dem drängte ſich wohl die Frage auf, ob es nicht auch bald zur Ruhe gehen und den ewigen Schlaf


