Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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tur das bange Herz zu ſtärken, hatten ſein bedrücktes Gemüth auch nicht erleichtern können.

Mit einem ſchnellen Entſchluſſe ging er deßhalb nach dem Zimmer ſeiner Gattin hinüber, die nicht we⸗ nig erſtaunt war, ihn zu ſo früher und ungewohnter Stunde bei ſich zu ſehen.

Ein Blick auf ihn und ſein düſteres Ausſehen ver⸗ rieth ihr Alles, und ſie wappnete ſich mit Muth für ſeine Exöffnungen.

Noch immer rangen Stolz und Nothwendigkeit in ſeiner Bruſt; noch immer hätte er gern Alles mit un⸗ durchdringlichem Schleier verhüllt und ſelbſt dem Weibe, die zwanzig Jahre lang ſeine Begleiterin— ſein zweites Selbſt geweſen war, die drohenden Zuſtände vorenthal⸗ ten— doch es durfte nicht ſein. Die mächtigen Ahnun⸗ gen, deren Gewalt der ſtolze Mann ſonſt verächtlich ver⸗ lacht hatte, kamen heute immer wieder über ihn; düſtere Gebilde hatten ihn erſchreckt und umſchwebten ihn noch immer wie drohende Spukgeſtalten. Trotz ſeiner ſtolzen Abgeſchloſſenheit und zur Schau getragenen Aufgeklärt⸗ heit war er im Innern nicht ganz von Aberglauben frei, und hielt ſeine Traumbilder für die Vorboten des nahen⸗ den Sturmes.

„Gertrud,“ begann er endlich ſo gepreßt, als wollten die Lippen noch immer den Dienſt verſagen,