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theilnahmsloſen Nachbarn, die genug haben an ihrer eigenen Noth— und Dich umkommen laſſen würden in Elend und Armuth!—
„Wie ſollten ſie auch Theilnahme hegen, wie Mitleid beweiſen können,— die Bemitleidenswerthen, die ſelber ſchleppen an der fürchterlichen Kette des Elends,— die ſelber den Hunger beſſer kennen als das Wohlſein— und die Dich noch verachten zu dürfen glauben, weil Du s beſſer fandeſt als ſie— und dann erſt unglücklich wurdeſt.—
„So darf es nicht länger gehen— dieſer Zuſtand muß enden— ich muß für Dich ſorgen— denn ich kann alle Tage ſterben— kann in jeder Stunde dem Schmerze erliegen, den Du über mich gebracht haſt!— Deßhalb muß ich Hülfe ſchaffen,— muß den Verräther zwin⸗ gen, Dich wieder zu Ehren zu bringen, und zu ſorgen für Dich und das Kind!—
„Mein Bruder— und Tante Frieda! Ja ſie will ich fragen— und zwar morgen ſchon.— Wenn ich einer der Nachbarinnen Geld gebe, dann wacht ſie ſchon bei der Kranken— und Geld haben wir ja noch— ja Gott ſei Dank, Geld haben wir noch— und morgen—“
Diesmal; ſprang ſie ſo heftig auf, daß nicht uur der Faden riß, ſondern das Rad ſelber unfiel, und doch achtete die Alte nicht darauf, ſondern eilte in das


