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geſtürzte Spinnrad, das mit zerriſſenem Faden noch immer am Boden lag, hatte auch nicht das Oeffnen der Thüre gehört, und bemerkte nicht das bleiche junge Weib, welches an dem Pfoſten lehnte und mit Thränen des Dankes zu ihr herüberſchaute.
Wie das dem armen Herzen wohl that! War doch Eines da, das ſie nicht verachtete mit ihrem Kinde, war doch Eines da, das ſie noch liebte, ein Herz, das ſie nicht verläugnen wollte in ihrem Unglück, das noch immer treu und liebevoll für ſie ſchlug, und liebevoll auch für das Kind des Vergehens ſorgte.
Ein Herz war ihr geblieben, und ſie war noch nicht ganz unglücklich, nicht ganz verlaſſen, denn das Mutterherz verläugnete ſie nicht, das Mutterherz ſchlug noch treu für ſie, und kannte nichts als Liebe und Vergeben!
„Mutter, liebe Mutter, wie ſoll ich Deine Güte verge ten?“ frug das bleiche Weib endlich, und ein neuer Thränenſtrom brach aus ihren Augen.
Die Alte blickte auf und lächelte, lächelte als ob ſie nie das Unglück gekannt hätten und im ſtolzeſten Glücke lebten.
„Mache, daß Du bald geſund wirſt, Marie,“ ſagte ſie dann liebreich,„damit Du für das Kleine ſorgen und ihm eine Mutter ſein kannſt. Reiße Dich


