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Sorge und Noth, und ſie hatte geweint, wenn ſie ſel⸗ ber hungern mußte und hungern ſehen ſelbſt die Kin⸗ der.— Doch hatte ſie damals nie den Muth verlo⸗ ren, nie die Frendigkeit und das Vertrauen, daß es beſſer werden und daß Gott helfen würde, der ja die Lilien auf dem Felde kleidet und die Vögel nährt, die doch nicht arbeiten und nicht ſäen noch ernten dürfen— und ihre Hoffnung hatte ſie auch nie be⸗ trogen.—
Durfte ſie aber auch heute, durfte ſie Hülfe hof⸗ fen für die Sünde, Troſt und Gnade für die Schande?
Sie knüpfte den geriſſenen Faden auf's Neue,— begann wieder das Rädchen zu drehen und ſaß da, düſter und nachdenklich— wie eine Parze, Gedanken ſpinnend, Gedanken, düſter und traurig wie ihr Ge⸗ ſchick.
„Das muß enden— ſie darf nicht vergehen in Leid und Schande, und ihr weiches Herz darf nicht zerbrechen in der nie enden wollenden Qual— die auch meine Kraft verzehrt, mich vor der Zeit in die Grube ſchleudern und mich fortreißen wird von meinem un⸗ glücklichen Kinde. O, mein armes Mädchen, was ſoll⸗ teſt Du beginnen, wenn ich nicht mehr wäre,— und Du allein ſtändeſt mit dem ſiechen Wurm, den Dein Schmerz verkümmert;— allein unter den fremden,


