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nicht verhungern läßt!— Gott ſegne ſie, denn Ma⸗ rie hat es um ſie gar nicht verdient, daß ſie ſo freundlich und liebreich zu ihr iſt, und ſo reich für ſie ſorgt. O, warum mußte ich das erleben?— Hätte ich doch lieber arbeiten wollen— ſo lange noch ein Loth Fleiſch nur auf den Armen mir haftete,— und wenn der Baſ von den Händen ſprang und ich keu⸗ chen mußte unter der ſchreckl ichen Laſt— ehe ich im Wohlleben ſchwelgen und das hätte erleben wollen! O mein Gott, mein Gott, warum mußte ich das erleben!“— Sie preßte die rauhen Hände vor die thränen⸗ ſchweren Augen— das Rad lief weiter— wieder riß der Faden und ſie bemerkte es gar nicht einmal. Das Herz wollte ihr brechen unter dem Leid, das ſie getroffen hatte, und ſchwere, ſchmerzliche Seuf⸗ zer, krampfhaftes Schluchzen verriethen deutlich genug, was in dem zuckenden Herzen der einfachen alten Frau vorging.— Sie war ſo alt geworden in Ehr⸗ barkeit und iie— hatte ihre Findet gezogen mit beſten Kräſten, hatte ſie t zur Frömmigkeit und Tugend— und nun war es doch
über ſie gekommen, und hatte ihre grauen Haare ge⸗
bleicht mit Schmerz und Jammer. Oftmals wohl hatte ihr Herz geblutet mit der


