Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

einträglichen ienſt bei Signora Corrado, D der das hübſche und anſtellige Mädchen gefallen hatte, fand ſie Gelegen⸗ heit, ihre Mutter zu unterſtützen, die nun alt und hin⸗ fällig ward und nicht mehr im Stande war, wie früher die ſchwere Arbeit zu verrichten, nach der ſie meiſt noch Stunden lang gehen mußte, und von welcher ſie erſt zurück⸗ kehrte, wenn es faſt ſchon Nacht war, um noch vor Tagesanbruch wieder aufzubrechen, auf daß ſie keine Arbeitsſtunde und den dafür beſtimmten Lohn verſäume.

Durch die Unterſtützungen der Tochter hatten ſich die Verhältniſſe der Alten etwas gebeſſert, ſo daß ſie ſo⸗ gar den harten Strohſack, der ihr im Winter keine Wärme gab, mit einem einfachen Bette und die papiernen Fenſterſcheiben mit ſolchen aus grünem Glas hatte ver⸗ tauſchen können, wenn ſie auch ſonſt der Hütte ihr mehr als ärmliches und hinfälliges Ausſehen nicht nehmen konnte.

Ihr Anzug wie das Innere der Hütte waren jetzt ſauber und rein, wie ſie es ſtets geliebt hatte, ohne in früheren Jahren immer Zeit gehabt zu haben, es ſo zu unterhalten.

Sie war nen aufgelebt, die alte Mutter Wendt, unter dem Glücke, das ihrem Alter lachte, und täglich ſegnete ſie ihre Kinder, welche Beide ſo gut und brav