Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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* himmel, und mit dem Inſtinct des Mutterherzens ihren Grund errathend, führte ſie ihren Sohn vor das Bild⸗ niß der Gnadenmutter:

Danke ihr! rief ſie feierlich,ſie hat geholfen; vertraue ihr, ſie wird auch weiter helfen und endlich Alles gut machen, was heute Deine Seele noch bedrückt!

Unterdeſſen ging Hans von Harder langſam durch die Straßen. Langſam, vorſichtig, um jede Erſchütterung zu vermeiden. Deßhalb durfte er auch nicht reiten oder fahren und ſeine Seele ſog mit Entzücken die freie Luft. Er fühlte ſich ſo leicht, ſo frei, wie neugeboren, und ging es auch nur langſam, langſam leiſe vorſichtig ſo lebte er doch wieder, war doch wieder im Leben, und brauchte nicht mehr gefeſſelt und reglos wie eine Maſchine auf dem Lager zu lieren und immer nur hinzuſtarren auf das eine Fenſter, das ihm immer nur, wochenlang, nichts als das eine Stückchen Himmel gezeigt hatte, blau oder bewölkt, wie es das Wetter mit ſich brachte. Er lebte, bewegte ſich wieder in freier Luft und bald, ja bald mußte er in der Freiheit ganz geſunden. 6.

Endlich langte er vor Silbermann's Hauſe an. Ophelia hatte ihn kommen ſehen, hatte ſchon einen Strahl ſeines dunkeln Auges empfangen, das heute ſo freude⸗

Ehre. D. 15