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Blick nur auf das Titelblatt und ſank mit lautem Auf⸗ ſchrei in den Lehnſtuhl ſeiner Mutter.
Dei Brief entfiel ſeinen zitternden Händen, Thränen ſtrömten ihm aus den Augen und auf ſeinen Wangen wechſelten tödtliche Bläſſe und höchſte Gluth mit fieber⸗ hafter Schnelle.
Es war zu viel für ihn, zu viel auf einmal, und nur langſam konnte er ſich wieder erholen und blickte mit naſſen Augen auf zu ſeiner Mutter, die unter Thränen lächelnd vor ihm ſtand und ihn anſchauete mit dem Aus⸗ drucke des höchſten und reinſten Glückes.
Zögernd faßte er nach der Stirn— ob auch das Alles wohl ein Traum geweſen;— dann griff er noch einmal nach dem Buche, ſah noch einmal auf den Titel und ein Freudenruf ertönte von ſeinen Lippen.
Ja, ja, es war Alles Wahrheit, er hatte nicht ge⸗ träumt,— und keine trügeriſche Fata Morgana hatte ihn geneckt. Da ſtand es ja mit großen, ſchön verzierten Schriftzügen und lachte ihm entgegen wie ein verklärtes Bild ſeiner Selbſt:„Gedichte von Johannes Roſen.“
Begierig fing er an zu leſen, ob ſie's auch ſeien, die da gedruckt ſtanden;— ob ſie's auch ſeien, die Ge⸗ fühle und das Empfinden, die in den ſchönſten heiligſten Stunden des Lebens aus Herz und Seele ihm entſprun⸗ gen waren, und je mehr er las und je weiter er kam,


