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Zukunft wie lockende Traumgeſtalten, und ſelber träu⸗ mend, ſah er gar nicht, daß ihm der Briefträger auf der Treppe begegnete, der eben von oben kam, ſah nichts, gar nichts von dem, was ihn umgab, ſondern ſchwankte nach ſeinem Dachſtübchen, wo noch immer der neue glän⸗ zende Caſſenſchein auf ſeinem Schreibtiſche lag. Doch er lag nicht mehr allein. Ein kleines Paket, in graue Leinwand genäht, auf dem mit kräftigen Buchſtaben das Wort Werth 50 Rth. ſtand, lag daneben und Johannes richtete fragend ſein Auge nach der Mutter hin, die an⸗ dächtig betend vor dem Muttergottesbilde kniete. Ihr ſchönes Auge war feſt auf die Mutter der Gnaden ge⸗ richtet; das edle Matronengeſicht ſtrahlte in einer nie gekannten Verklärung, und als ſie ſich endlich erhob und frendig zu ihrem Sohne ſich wandte, rief ſie laut: „Danke der Heiligen, mein Sohn, denn das Glück giſt eingekehrt in unſer ärmliches Stübchen, und Du, mein Kind, ſollſt nun den Lohn empfangen für alle Schmach und Entbehrung, die Du ſeit Jahren haſt ertragen müſſen.“
Und mit einem ſchnellen Griffe ſchnitt ſie das
Paketchen auf, zog ein Buch daraus hervor, das in ele⸗ gantem Miniaturband gebunden war, und reichte es ihrem Sohne hin.
Johannes ſchlug es erwartungsvoll auf, warf einen


