der Arbeit zuzuwenden, denn immer auf's Neue wieder flogen ſie dem Vorfalle mit dem Prinzen Xaver zu und ergingen ſich in Hoffnungen und Befürchtungen für ſeine Dichtung.
Es war unmöglich, er konnte nicht arbeiten. Auf ſeinen Wangen brannte glühendes Roth der Aufregung und Erwartung, und die Mutter ſah ihm lächelnd zu, wie er gedankenvoll im Zimmer— ohne Ruhe und Raſt.„Das Dachſtübchen iſt Dir wohl zu enge geworden, mein Sohn, ſeitdem der Prinz ſo freund⸗ lich mit Dir geſprochen und Deine Hoffnungen ſo hoch geſpannt hat?“— heu ſie endlich mit leiſem Spott und lachte ihn aus, als ſie ſein verlegenes Geſicht er⸗ blickte. Gleich darauf e erwiderte er ebenfalls lachend:
„Du tcnſt noch gar nicht wiſſen, was der Prinz für Pläne mit mir vor und wenn er mich zu ſei⸗ nem Hofpoeten ernennt, dann gebe ich Dir Deinen Spott zurück.“—
Doch indem er das ſagte, flog die alte Wolke der
Verſtimmung über ſeine Züge,— und leiſe klagend
flüſterte er: „Thörichte Söſnun— Glück 6 mich,— den
Sohn des Geächteten Als ob der Fluch ſobald ſich
wendete, als ob ein Prinz ihn wegblaſen könnte, wie einen Staubſtech, der den Glunz ſeines Sternes verdun⸗


