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machte ſie eine Ausnahme. Er liebte ſie, er brachte ihr in den Geſchenken einen verkörperten Ausdruck ſeiner Liebe, wußte auf jedes Einzelne, und war es das Kleinſte ſelbſt, ſo ſinnig den Stempel der Lebe zu drücken, daß es eine Kränkung geweſen ſein würde, ihn zurückzuwei⸗ ſen, wie die Anderen, denen nur die Eitelkeit gekränkt ward, und das mit Recht.— Deßhalb nahm die Sig⸗ nora Harder's Geſchenke an, und hatte ſie ſelbſt ſchon mit Arbeiten von ihrer eigenen Hand erwidert.
Auch heute, nachdem Hans ſie verlaſſen hatte, drängte es ihn, durch ein recht erfreuliches Geſchenk ſeine Untreue wieder gut zu machen, und die Spalte gänzlich zu verlöſchen, welche ſein ſchwankender Sinn eröffnet hatte.
Er wußte, daß ſie für eine Rolle, in der ſie beim Beginn der Opernſaiſon floriren wollte, ein Diadem wünſche, ähnlich dem der Gräſin Eichenhorſt, die es als Andenken an einen ruſſiſchen Fürſten von dieſem verehrt erhalten hatte, der ſie wie ſeine Tochter liebte.
Die Signora hatte den Schmuck geſehen, ſchwärmte dafür, und Hans, der recht gut wußte, wo ein ganz ähnliches Biadem zu haben ſei, hatte nur bis jetzt den Preis gefürchtet und wehmüthig auf ſeine leere Kaſſe geblickt, wenn er daran gedacht hatte, den heimlichen Wunſch der Signora zu erfüllen.


