Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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ehe ich ihre Macht prüfe;— geh, mein Vater, ich will jetzt Toilette machen— und Herr von Harder iſt ſo eben in das Haus getreten und wird Dich im Comptoir erwarten.“—

Herr Silbermann ging kopfſchüttelnd hinaus. Er hatte bei jedem der öfteren Beſuche Harder's im Comp⸗ toire, bei jeder neuen Gefälligkeit, welche er ihm be⸗ wieſen, dieſen immer wieder zum Beſuche eingeladen; Harder hatte auch immer zugeſagt, ſich erfreut gefühlt“ in die Familie des langjährigen Geſchäftsfreundes ſeines Vaters eingeführt zu werden— war aber nie gekom⸗ men. Und welche Summen hatte Herr Silbertnann ſchon geopfert! Nur die grenzenloſe Liebe zu ſeiner Tochter und die ſtille Hoffnung, daß eine endliche Ver⸗ heiratung der Beiden doch noch Alles ausgleichen würde, konnte den vorſichtigen Geſchäftsmann beſtimmen, die neuen Anforderungen des verliebten Officiers zu erfül⸗ len. Er wußte, was er wagte, denn er kannte die Ver⸗ hältniſſe des Freiherrn genau, von denen Hans noch immer keine Ahnung hatte.— Daß er bei dieſem Wiſſen doch noch Geld hergab, geſchah nur aus Liebe zu ſeiner Ophelia, denn er mußte es anſehen, als ob er ſchon ijetzt dieſe Summen ſeinem zukünftigen Schwiegerſohne als Taſchengeld bewillige. Daß er ſie nie zurückgezahlt erhalten konnte, wenn nicht ein außerordentlicher Glücks⸗