Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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ausgezeichnet, fein und nobel iſt Alles, was kommt auf den Tiſch beim reichen Silbermann!“

Ophelia hob kangſam den Blick empor und das ſtarre Auge, vor dem der alte Vater faſt erſchreckte, feſt auf ihn richtend, frug ſie mit eiſig kalter Stimme:

„Wer war das, der heute bei Herrn von Harder im Wagen ſaß, Vater?“

„Aber, meine Tochter, wie kömmſt Du—“

„Vater, keine Ausflüchte.— Ich habe geſehen, habe die Blicke geſehen, die er für ſie hatte, die ſich ſo ſtolz brüſtete neben ihm— während ich, die Gebieterin von Millionen, mich verzehre in Sehnſucht und gerech⸗ tem Zorne— ohne meinen Wunſch erfüllt zu ſehen.— Was ſollen mir Deine Millionen, Vater? Ich mag ſie nicht, wenn ich nicht dadurch glücklich werden kann— ich verachte ſie, wenn Du, als ihr Beſitzer, nicht einmal ſo viel Macht haſt, ihn mir in meine Soircen zu zwingen!“

„Aber, mein Kind, meine Ophelia—“

„Schweig, Vater— ich mag nichts mehr hören von Deinen gewöhnlichen Troſtgründen. Du haſt Dich Großes vermeſſen, als Du mir ihn verſpracheſt— jetzt halte Dein Wort— willſt Du mich nicht unglücklich ſehen. Ich würde leben können ohne ihn, würde mich zwingen können, ihn zu vergeſſen, wenn er nicht mehr da