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Aber während in demſelben Alles in größter Rüh⸗ rigkeit ſich bewegte, um den Glanz des Abends würdig vorzubereiten, ſaß oben die gefeierte Königin des Feſtes in ihrem einſamen Prunkgemach und die düſtere Wolke, welche ihre Stirn umflorte, zeigte deutlich genug, daß es keine freundlichen und angenehmen Bilder ſeien, welche die Gedanken ihr vorführten.
Sie ſch en es gar nicht zu bemerken, daß der Abend nahete und noch nicht einen Blick hatte ſie auf alle die Gewänder geworfen, die heute ihre Geſtalt umhüllen und ihre Schönheit noch mehr hervorheben ſollten.
Noch nicht einen Blick hatte ſie all' dieſer Pracht gewidmet, und als endlich ihr Auge darauf fiel, da zuckte es wie innerer Schmerz, mit bitterſter Verachtung ge⸗ paart, durch ihre Züge, und ſchnell ſich abwendend, ließ ſie ſich tiefer in die Kiſſen des Ruheſitzes zurückſinken.
Dieſe Geſtelt, welche dazu geſchaffen ſchien, zu herrſchen; dieſe Züge, ſo wunderbar ſchön und im rein⸗ ſten vrientaliſchen Style gebildet, ſahen erſchreckend aus in dieſem Zuſtande nachdenklichen Schmerzes, der ſogar nicht paſſen wollte für die ſchöne und glückliche Tochter des reichen Silbermann!— Das fand auch ihr alter Vater, der ſo eben dort drüben freudeſtrahlend in der Thüre erſchienen war, um ſeiner Tochter mitzutheilen,


