Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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mühete, wenn eini je Procente zu verdienen waren, ach⸗ tete Tauſende nicht, galt es damit ſeiner Tochter eine Freude zu bereiten, ſeiner angebeteten Ophelia.

„Ich habe ihr Millionen geſammelt, und habe gelebt dabei arm und elend wie ein Hund, bin gekrochen und demüthig geweſen, als ein armer Mauſchel, der von der Gnade der groſen Herren verdienen muß ſein paar Procentchen! Ich habe Millionen geſammelt und gelebt dabei wie ein Hund— meine Ophelia ſoll dafür als Millionärin leben, ſoll Alles haben was ſie will. Das ſoll der Lohn ſein für alle meine Mühe, daß ich mein Kind glücklich ſehe.“

So pflegte ſich Herr Silbermann oft ſelber zu ſagen, wenn er die großen Monatsrechnungen ſeiner Tochter und die Koſtenbeträge für ihre Soireen empfing, und mit

ſeinem koſtbaren Golde bezahlte;— ſo pflegte er ſich zu ſagen, wenn er wieder einmal ein Wechſelchen einſchloß von einem der jungen Officiere, der zwar nicht ſehr ſicher war, den aber Ophelia in ihrem Cirkel gern empfing, und nicht gern vermiſſen würde.

Alles für ſeine Tochter,„aus Liebe zu ihr,“ ſagte er aber auch, wenn er einer armen Fliege, die ſich in ſeinem Netze gefangen hatte, den Hals zuſchnürte und Tauſende lächelnd in ſeine Chatouille ſchob, während der

Andere arm und nackt hinzog und nicht wußte, wohin Ehre. 1. 3