Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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„Wer könnte Dir widerſtehen— ich werde gleich mein Pferd ſatteln laſſen!“

„Und darauf ſoll ich warten, hier in Deinem Zim⸗ mer? Nein, mein Freund, laß nur Dein Pferd, Du ſteigſt mit mir in den Wagen!“

„Aber, Marie!“

„Still, ſtill, Hans— Du wirſt nicht opponiren!“

Und heiter lachend zog ſie ihn mit ſich.— Er hob ſie in den Wagen, ſtieg ebenfalls ein, und ſie flogen da⸗ hin mitten durch die Reihen der Promenirenden.

Die Signora athmete auf, und mit einem Son⸗ nenſtrahle ihrer Augen den glücklichen Hans grüßend, — flüſterte ſie triumphirend:„Geſiegt!“

Der Aer im Gegenſatze zu den früheren nicht allzu heiß, da die Sonne eine zwar lichte, doch feſte Wolkenſchichte nicht ganz durchdringen konnte— dadurch wurde die gewöhnlich herrſchende Sonnengluth zu einer milden Sommerwärme gedämpft, die unwi⸗ derſtehlich in das Freie hinauslockte. Deßhalb gab es auch heute eine ungewöhnliche Bewegung auf der Pro⸗ menade. Die ganze elegante Welt ſchien zu Wagen, zu Pferde, wie zu Fuß in Bewegung zu ſein, und Harder konnte der Signora, wie der Welt, keinen ſchlagenderen Beweis ſeiner unveränderlichen Liebe ge⸗