23
drang von Harder's Lippen, und aufſpringend ſchloß er ſie in ſeine Arme und ſuchte ihre Lippen, in ihren Küſſen ſich berauſchend.
Sein Auge ruhte entzückt auf der herrlichen Geſtalt, die ihm nie ſo ſchön und ſtrahlend e war als heute, und ganz ſelig in ihrem Anſchauen, flogen alle die düſteren Geiſter davon, die ihn vorher gequält hatten. Verſchwunden waren alle Zweiſel und Serupeln—„mag
der Teufel einem ſo liebereizenden Weibe widerſtehen,
liebe ich, ſie allein und ewig!“ Wn auf ihre Lippen drückte er das Siegel dieſes Gelöbniſſes, während die ſeinen leiſe flüſterten„o
Maria!“
„Mein Freund,“ erwiderte ſuug, und ihr Auge ſpendete glühenden Dank, der ihn mit immer neuen F umwand,„Du biſt erſtaunt, hier zu ſehen?
3 ſiehſt Du, wie ich Dich liebe. Ich fand heute das Wetter ſo reizend, ich beſchloß, ſe jetzt etwas ſpazieren zu fahren, und weil Du geſtern mich nicht be⸗ gleiten konnteſt, ſo wollte ich mich heute doppelt ent⸗ ſchädigen, ließ hier vorbei fahren, anhalten, und da bin ich nun, um Dich zu holen.“ „Himmliſches Weib!“ „Schmeichler, eile Dich!“


