Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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kämpften, was die natürliche Folge ſein mußte, wenn dieſe moraliſche Revolution den Sieg erfocht, erkannte ein ſo welterfahrener Prakticus wie Brandach ſofort, und zog auch daraus ſofort alle Conſequenzen, wohin und wie viel und in wiefern dieſer Sicg auch auf ihn und ſeine gemüthliche Ungeſtörtheit einwirken müßte.

Sollte er darum die Signora aufgeopfert haben, um ſich auch nicht einmal für ein volles Jahr Ruhe ſchaffen zu können?

Nichts da, nichts!Adieu, Hans, Du biſt heute noch nicht genießbar, fügte er laut hinzu, und ſich entfernend, lachte er heimlich,Dir muß ich einen Doctor ſchicken! 4

Unten traf er den Doctor Jeannbt, einen nicht mehr ganz jungen, aber ſehr lebensluſtigen und an⸗ ſcheinend reichen Franzoſen, der ſich faſt ſtets auf Reiſen befand und als Wüſtling von Profeſſion das Leben und ſeine Genüſſe auf das Sorgfältigſte auszu⸗ nützen ſtrebte.

Dieſer war ſeit einigen Tagen der vertrauteſte Umgang und Geſellſchafter Brandach's; zwei ſchöne Seelen hatten ſich an einander geſchloſſen und genoſſen mit einander, was nur immer zu genießen war.

Wohin, Doctor? rief Brandach dem Eilenden nach, als er aus Harder's Wohnung trat.