Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Aber ich ſage Ihnen ja, gnädiger Herr, Signora Corrado befinden ſich unwohl und können unmöglich Be⸗ ſuch empfangen, ſagte jetzt draußen die Zofe laut.

Und ich muß ſie ſprechen, hörſt Du, ich muß erwiderte eine Stimme leiſe, nur ihr verſtändlich, und fuhr dann laut fort:

Um ſo mehr drängt es mich die Signora zu ſehen, um mein herzlichſtes Mitgefühl zu verſichern und mich ſelber zu überzeugen, daß das Unwohlſein der verehrten Dame nicht von Bedeutung iſt.

Was wollen Sie von ihr? Nein, ich dulde es nicht! erwiderte die Zofe leiſe und gereizt und fuhr dann laut fort:es iſt unmöglich, gnädiger Herr, ich werde der Signora den Ausdruck Ihrer Geſinnungen überbringen doch jede fremde Störung würde ſchäd⸗ lich ſein.

Nicht doch, Marie, ertönte in dieſem Augen⸗ blicke die klangvolle Stimme der Signora, welche beim erſten Tone dieſer fremden Rede erſchreckend aufgeſchaut hatte, dann aber ſchnell ſich faſſend zur Thür geeilt war, in der ſie ſo eben ſtrahlend und ſchön, wie immer, erſchien.Nicht doch, Marie, ſagte ſie mit einem reizenden Lächeln,für Herrn von Brandach bin ich immer zu Hauſe Du weißt ja doch, daß er zu