Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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danke war Hans und ſie ließ um 9 Uhr Toilette ma⸗ chen, da er um zehn zu kommen pflegte, und dann bis zur Parade blieb. Die qualvolle Stunde war vorüber, die Signora prangte in einem reizenden Hauscoſtüme und nach flüchtiger Spiegelprüfung ließ ſie ſich erwar⸗ tungsvoll auf den Divan nieder, während Marie hochaufathmend das Gemach verließ.

Nnn mußte er bald kommen, und im Sonnenſcheine ſeiner zärtlichen Liebe ſollten alle ihre Befürchtungen entfliehen. Endlich ſchlug die Glocke zehnmal, und die Stunde war da, wo er kommen mußte.

Wie däuchten ihr heute nur die Schläge der Uhr ſo langſam und feierlich, daß ſie betroffen aufſah, als ob ſie die warnende und ſtrafende Stimme des Gerich⸗ tes höre! Was waren es nur für böſe Geiſter, die heute raſtlos ſie umſchwebten, und ſie ängſtigten in ih⸗ ren eigenen Gedanken?

Aber Hans mußte ja kommen, er war ſicher ſchon auf dem Wege nach ihrem Hotel; nur wenige Mi⸗ nuten noch und ſie fand in ſeiner Liebe den Sonnenſchein des Glückes wieder, vor dem alle Nachtgeſpenſter zurück⸗ ſinken mußten in ihr dunkles Element.

Die Minuten vergingen und mehrere noch und immer noch hörte die Signora den elaſtiſchen Schritt nicht auf den Stiegen, welchen ſie unter Tauſenden her⸗