Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Bruſt, und Haß, unauslöſchlichen Haß ſchwor ſie ihm von Reuem in jedem Augenblick, wo ſie Sein gedachte! Von Neuem trieb es ſie empor von ihrem Ruheplatze, von Neuem eilte ſie hochathmend im Zimmer auf und nieder, und ihre Lippen ſprudelten Zorn und Berwün⸗ ſchungen und riefen den Fluch des Himmels hernieder auf den Räuber ihres Lebensglückes. Deutſche mögen vergeben, mögen deſſen noch in Liebe gedenken können, der ſie unglücklich gemacht hat, weil ſie ja doch einmal glückliche Stunden mit ihm verlebten weil er ſie weil ſie ſich geliebt haben ehe er ſie verließ; Deutſche mögen auf den noch den Segen des Himmets herab⸗ rufen und, ſich ſelber reſignirend und in ihr Unglück

zurückziehend, beten könnenwenn nur Er wenigſtens ½

glücklich iſt! die Italienerin aber kennt die Ver⸗ gebung nicht. Ihr Gebet iſt Fluch, ihr Sehnen Rache und von den Heiligen flehet ſie Erfüllung derſelben her⸗ ab, wie ſie die Gnade von ihnen erhofft.

Hochaufgerichtet, mit blitzenden Augen, ſtand die,

Signora da im leichten Nachtgewande; ihre Lippen flü⸗

ſterten düſtere, unheilvolle Worte und ihre Augen blickten

empor zum Bilde der Gebenedeiten, und fleheten zur Gottesmutter um Erfüllung ihrer Rache!

Ein neues Bild aus der Heimat drängte ſich her⸗ auf. Zwei Augen, dunkel und ſchön, lachten ſie an mit