Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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hatte ſchon zu viel verloren, hatte ſchon zweimal den Schmerz gefühlt, und die unendliche Seelenqual des Wortes Verlaſſenſein durchkoſten müſſen. Hans durfte ihr nicht verloren gehen ſie wollte es nicht, um keinen Preis! Ihn mußte ſie erhalten, und wenn zehn Arme ſich nach ihm ſehnten: er war der Ihre und er ſollte und mußte es bleiben um jeden Preis! Sie war vom Fenſter zurückgetreten und ging hoch aufgerichtet im Zimmer auf und nieder. Ihre Aufre⸗ gung ſtieg von Minute zu Minute und das leiden⸗ ſchaftliche Blut pulſirte fieberhaft durch die Adern. Wohin, wie weit hatte ſie ſich verirrt! O Ma⸗ rie Corrado, wo ſind Deine Schwüre geblieben, wo bleibt Deine Rache! Feindſchaft den Männern, dem Schlangengeſchlecht, auf Leben und Tod; Gift ihnen unter der Maske der Liebe doch niemals mehr ein Herz! So hatteſt Du geſchworen, als Armand Dich verließ, und Du elend und verzweifelt unter der Laſt des Schmerzes und der Schande in der Veranda ſaßeſt, wo Du früher mit ihm gekoſet! Marie Corrado, wo ſind Deine Schwüre, die Du wiederholt hatteſt, als Brandach Dich verlaſſen und Du den hübſchen blonden Jungen, den er Dir zugeführt, als

Spielwerk Deiner Coquetterie gebrauchen wollteſt!

Marie Corrado, jetzt kannſt Du den Schlummer nicht