Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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Stelle blieben erfolglos, denn überall ſchrak man vor ſeinem Alter zurück. So mußte er noch weitere Ein⸗ ſchränkungen eintreten laſſen. Er ſpeiſte von jetzt an nur einen Tag um den andern warm zu Mittag und trennte ſich für immer von demGrünen Reiter und dem ge⸗ liebten Bier. Er unterdrückte den letzten Reſt der Eitel⸗ keit, indem er im fadenſcheinigen Rocke und im verwit⸗ terten, abgegriffnen Hute auf der Straße erſchien, und fügte ſich dann erſt in die eiſerne Nothwendigkeit, ein Paar neue Stiefel zu beſtellen, als der Schuhmacher ihm erklärte, daß das alte unter zahlloſen Reparaturen verſchwundene Stiefelpaar keiner Ausbeſſerung mehr fähig ſei. Trotz alledem wurde doch der Nothpfennig immer kleiner. Herr Brunner beſaß nicht Einen Ver⸗ wandten, von dem er eine Unterſtützung hätte erlangen können, ſelbſt wenn er den Stolz, der bei dieſem Ge⸗ danken heftig in ihm zu arbeiten begann, unterdrückte.

So kam ein harter Winter heran und mit ihm be⸗ gann das Jahr, mit welchem der Nothpfennig zu Ende gehen mußte.

HerBrunner fühlte et was wie Erleichterung in ſeinem Herzen, als er gewahrte, daß ſein Huſten zu⸗ nahm, daß ihm das Athmen ſchwerer wurde und eine

Krankheit zu ihm herangekrochen kam, die ihn in das

Bett hineintrieb.

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