Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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daß wir uns trennen müſſen, Herr Brunner, aber ich kann wirklich keinen Ausweg finden die Aufgabe un⸗ ſeres Wirkungskreiſes iſt größer geworden, Ihre Kräfte nehmen ab, und es hätte mir wehe gethan, Ihnen das Leben und den Aufenthalt in meinem Hauſe durch er⸗ höhte Anforderungen zu verkümmern.

Herr Brunner räumte ſein Pult auf, reihte den Schlüſſel vom Schlüſſelbunde los, um ihn nun für im⸗ mer zu vermiſſen und übergab ihn dem neuen Collegen, der mit ablenkenden, freundlichen Humor die originelle Form des Schlüſſels und des Schloſſes bewunderte.

Dann warf Herr Brunner noch einen Blick nach den drei ehrwürdigen Wappen des Nachbarhauſes, noch einen langen ſchmerzlichen Blick nach den Hauptbüchern, die den größten Theil ſeiner Erinnerung in ſich bargen, gab Jedem die Hand und zuletzt auch Herrn Alwin Rauh, der ihn bat, die Firma T. W. Rauh nicht ganz zu ver⸗ geſſen, und ihn von Zeit zu Zeit zu beſuchen. Auch würde er ihm, wie er hinzufügte, jederzeit mit Empfehlungen zu Dienſten ſtehen, wo er ihrer bedürfe, und endlich drückte Herr Rauh dem Exbuchhalter ein Billet in die Hand, welches den Gehalt des eben begonnenen Halb⸗ jahres enthielt. Herr Brunner ging zur Thüre hinaus, wie er 30 Jahr hinansgegangen war, und doch war es diesmal ein großer Gang bis zur Thür! Er war fort, um