Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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beim beſten Willen keine Beſchäftigung geben ich denke, Sie ſehen es ſelbſt ein. Herr Brunner ſchwieg ſchwieg ſehr lange und endlich ſtand er auf, ging auf Herrn Rauh zu, ſah ihn an, nickte leiſe und nachdenkend mit dem Kopfe und fagte ſeufzend:Ja, ich ſehe es ein und ſo will ich denn von dieſen alten, vertrauten Wänden ſcheiden.

Der Herr College wird meinen Platz einnehmen, es war ein lieber Platz am Fenſter und das Pult iſt das bequemſte im Comptoir, denn es hat die meiſten Fächer und ſie ſind alle wie man ſie braucht. Gleich will ich ge⸗ hen und das Pult ausräumen, einige Bücher, die mein Privateigenthum waren, will ich dem Herrn darin zurück⸗ laſſen, ſie werden ihm manchmal willkommen ſein. Wenn einmal eine Zeit kommen ſollte, wo es ſo viel zu thun gibt, daß Sie nicht fertig werden können, ſo laſſen Sie mich rufen, meine Hand ſteht Ihnen zu Dienſten, Herr Rauh; ſie iſt alt undunſicher geworden, aber es iſt noch die⸗ ſelbe Hand, von deren früheren beſcheidenen Kraft und Ausdauer alle die ausgeſchriebenen Bücher im Schrank dort Zeugniß ablegen können.

Herr Alwin Rauh verlor auf einen Moment die Sicherheit ſeines Blicks und über ſein Anllitz zuckte ein Zug der Verlegenheit.

Es thut mir leid, entgegnete er,herzlich leid,

Album 1872. 3