Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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Alles wohlverwahrt und verſchloſſen ſei, während aus der hell erleuchteten erſten Etage die Töne eines Piano⸗ forte herunterrauſchen und der liebliche Geſang der jun⸗ gen glücklichen Frau Rauh, ſeiner Principalin. Herr Brunner lauſcht eine Weile und geht; gern hätte er noch länger zugehört, aber der Nachtwind weht ihn mit kal⸗ ten Schauern an.

Nun ſteht er vor ſeinem Hauſe, aber es kommt keine gute alte Frau mehr aus dem Parterreſtübchen, um dem Miethsmann die Treppe hinauf zu leuchten, und nach traulichem Geplauder ihm eine gute Nacht zu wünſchen. Sie iſt ſchon lange todt, und kalte fremde Leute ſind ſeine Vermiether geworden.

Das Comptoirperſonal der Firma T. W. Rauh iſt um einen Mitarbeiter vermehrt worden. Der neue College iſt ein ſtattlicher Herr mit vornehmen Manieren, ignorirt die übrigen Herrn ſo viel als thunlich, ſteht mit Herrn Rauh auf Brüderſchaft, obwohl Beide, dem übri⸗ gen Perſonal gegenüber, ſo wenig wie möglich Gebrauch davon machen, und iſt oft oben zu Tiſche und zu Soi⸗ réen gebeten, wo er den Geſang der jungen Madame Rauh am Pianoforte begleitet.

Herrn Brunner iſt von ſeinem Chef der Auftrag geworden, den neuen Collegen in ſeine Pflichten und in alle Geſchäftsverhältniſſe einzuweihen, und dieſe Auf⸗