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weiß, mit der er den ganzen Sonntag Morgen zu verplaudern pflegt— würde ſie den Augenblick über⸗ leben, wo ſie aus ſeinem Munde hören müßte, daß er nun heiraten und eine andere Wohnung beziehen werde? Und der Eheſtand— würde er ihm einen einzigen Er⸗ ſatz bieten für die Momente, wo er des Morgens auf dem Sopha am Tiſche ſitzt und in die Spiritusflamme ſchaut, welche wie ein flatternder Geiſt um den Bauch der blechernen Kaffeemaſchine tanzt,— für dieſe Augen⸗ blicke des Träumens und der Erinnerungen und für den Genuß endlich— ſelbſtbereiteten Kaffee's? Ehe Herr Brunner des Abends ausgeht, raucht er in ſeinem Zim⸗ mer eine Pfeife Tabak— da muß er allein ſein, und ſchon das Bewußtſein, daß ein menſchliches Weſen den Zimmerraum mit ihm theile, würde ihm die Hälfte dieſes Gennſſes rauben. Dürfte er ſeiner Frau einſt zu⸗ muthen, ihn auf dieſe Stunde zu verlaſſen? All dieſe Gewohnheiten kann er nicht auf Einmal von ſich werfen, eine nach der andern, und nächſtes Jahr ſoll mit einer der „ſüßen Gewohnheiten“ der erſte Verzichtleiſtungs⸗Verſuch gewagt werden.— So iſt es von Jahr zu Jahr ver⸗ ſchoben worden, und endlich hat Herr Brunner gar kei⸗ nen derartigen Vorſatz wieder gefaßt, denn es iſt ihm nun auch zur Gewohnheit geworden, das ſchöne Geſchlecht aus der Ferne zu verehren, und die Damen, denen er


