Herr Brunner noch der Alte ſein, wenn er das alte Haus gegenüber mit den drei Wappen nicht mehr ſähe, ſobald er von der Arbeit aufblickt? Würde er noch der Alte ſein, wenn er den vielen bekannten Geſichtern nicht mehr begegnete; wenn er ſfich zum Scatſpiel erſt wieder neue Theilnehmer ſuchen müßte, deren Manieren und Gewohn⸗ heiten er von Neuem zu ſtudieren hätte;— und wenn er gar vor einem fremden, ungewohnten Hauptbuche ſäße, von deſſen 260. und 389. Folio eine ganz andere Firma Beſitz genommen hatte, als Ferdinand Buxbaum & Comp. in Lübeck?— Dieſe neue Welt würde ihn tödten, und er iſt, ſo oft er ſich ſolchen Gedanken hin⸗ gegeben, ſtets ſo erſchüttert, daß er mit verdoppelter Hingebung auf ſeine alte Umgebung blickt, und ſeinen Prinecipal mit flehender Geberde anſehen und fragen möchte:„Nicht wahr, Du ſtößeſt mich nicht von Dir?“ Es iſt abgemacht, es bleibt Alles beim Alten. Nun könnte ſich der Buchhalter wohl umſehen unter den Blu⸗ men des Städtchens, und mehr als eine zarte Hand würde ſich ihm entgegenſtrecken, denn überall weiß man, daß er eine beſcheiden anſtändige Haushaltung auf ſich zu nehmen vermag. Würde aber auch die gute ſilberhaa⸗ rige Alte, in deren Hauſe er ſeit ſo vielen Jahren wohnt, die ihn pflegt wie ihren Sohn, und ihm von allen Men⸗ ſchen in der Welt das Kopfkiſſen am bequemſten zu legen
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