Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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„Hier liegt der Tod lauernd hinter dem blühend⸗ ſten Leben wie die Natter hinter Roſendüften, und man möchte zitternd nur den Fuß auf den üppigen Boden ſetzen, unter deſſen unterhöhlter Decke vielleicht Tücke und Verderben lauern.“ Hans hatte abſichtlich grell geſchildert, um Eu⸗ genien die Luſt, ſich hier niederlaſſen zu wollen, gänz⸗ lich zu verjagen, welche in der Woche, die ſie noch in Neapel verweilen ſollten, die erſten Ehezwiſte hätte heraufbeſchwören können.

Jetzt wandte ſie ſich ſchaudernd ab und hing ſich ängſtlich an den Arm des Gatten. Der Dampfer, mit welchem ſie reiſen wollten, ſollte erſt in acht Tagen auslaufen, und unſere Reiſenden beſchloſſen, unter⸗ deſſen die Umgegend Neapels mit vollen Zügen zu genießen.

Sie waren alle Tage unterweges bald zu Fuße, bald zu Wagen, bald auch in der Gondel, und koſte⸗ ten alle bemerkenswerthen Schönheiten der Umgegend. An fünften Tage beſtiegen ſie, von zwei Führern be⸗ leitet, den Veſuv, waren jedoch nur bis zur Mitte des dampfenden Rieſen emporgeſtiegen, als Muth und Ausdauer der beiden Damen erſchöpft waren.

Hans und Ernſt wollten mit dem einen der Führer zwar ollein weiterdringen und den Krater er⸗