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Verderben lauert, und durch ein unſchuldiges Wort heraufbeſchworen werden kann. Die heilige Kirche hat, im Vereine mit ihren treuen Söhnen Jeſu, durch ſchwache Fürſten ſchon übergroßes Unglück über die herrlichſten Reiche, auch über unſer ſchönes Vaterland gebracht, und Neapel ſcheint vor Allem ſo recht der Sammelplatz zu ſein, an dem ſie ihre alte Macht und Herrlichkeit und die alten Reliquien des eiſernen Mittelalters bewähren. So herrlich und glänzend auch die Schale erſcheint, mit der die Natur Neapel er⸗ freute und die die Sinne des Unempfänglichſten ſelbſt mit ihren Reizen beſtrickt, und Herz und Seele er⸗ freut, ſo bitter iſt der Kern des innern Staates und bürgerlichen Lebens in dieſem ſo reich geſegneten Lande. Neben Gift und Dolch, die ein leidenſchaftliches und durch unſinnige Behandlung entartetes Volk tückiſch und mit Wolluſt zum Verderben Anderer ſpielen läßt, lau rn Verrath, Kerker, Folter und Inquiſition mit ihren mittelalterlichen Schrecken. Deshalb ſchlag' Dir den Gedanken aus dem Sinne, hier Hütten bauen zu wollen, denn drüben erwartet uns eine freilich nicht ſo ſchöne, aber angenehme und freie Heimat, in welcher der Geiſt ſich frei regen und der Menſch auch frei ge⸗ nießen kann, was ſich dem Auge bietet. Drüben er⸗ warten uns endlich auch treue, liebende Herzen.“


