Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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plicken die Seele himmelhoch hebt und mit dem zau⸗ beriſchſten Entzücken füllt.

Siehe Neapel und ſtirb!

In einem berauſchenden Taumel waren unſere Reiſenden die weite Strecke durcheilt, hatten viel ge⸗ ſehen, von Allem gekoſtet,— von der ehemals ſo mächtigen Lagunenſtadt über die ewige Roma, mit ihren einzigen Kunſtſchätzen und dem unvergleichlichen Kirchenpompe des heiligen Stuhles bis nach Neapel hinab, das Alles übertraf, was ſie bis jetzt geſehen hatten.

Unſere Reiſenden ſchwelgten weniger in den tod⸗ ten Denkmalen und Kunſtſchätzen der ewigen Stadt, als an den nimmer welken Brüſten der Natur, die in Neapel ja ihr Meiſterſtück ſchuf und über dieſen Gottesgarten all' ihren Liebreiz ausgegoſſen hat.

„Warum können wir hier nicht wohnen, Hans, und unter Neapels Himmel ein Leben der Seligkeit führen?— Denn nur Seligkeit iſt in ſolchem Para⸗ dieſe möglich, wo dann alle menſchlichen Schwächen und Leidenſchaften ſchweigen müſſen, und in dem der Ewige mir näher däucht, als in dem koloſſalen Stein⸗ gewölbe der Kirche Petri.“

„Seligkeit ahnſt Du, liebes Weib, und ſtehſt doch auf einem Boden, unter dem jeden Angenblick das