Teil eines Werkes 
4. Theil (1862)
Entstehung
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wenn ſein Ehrgefühl einmal wieder den ſchwachen An⸗ lauf nahm, ihn an ſeinen Namen und an ſeine Ehre zu mahnen, reuig entſchloß, nur noch einmal zu gewinnen, um ſich eine Exiſtenz gründen und ſeine früheren Far⸗ mergedanken ausführen zu können:— erwachte er dar⸗ nach am andern Morgen, ſchwer und übellaunig vom ſinnloſen Rauſche, ſo war doch ſeine Börſe wieder leer und ſein reicher Gewinn klapperte in den Taſchen der Wirthe und liederlichen Dirnen, die ſein Geld⸗ und ſeine Jugendkraft ausſaugten.

Wenige Wochen hatten genügt, um aus dem fri⸗ ſchen jungen Manne, deſſen Schönheit und Liebenswür⸗ digkeit die Freude ſeiner heimatlichen Reſidenz geweſen war, und in beſſen braunen Augen manche Dame ein Le⸗ bensglück zu leſen glaubte,— einen frühen, zerfallenen und lebensmüden jungen Greis zu machen, der machtlos in den Feſſeln der Leidenſchaft und des Verbrechens ſchmachtete. Der fahle Teint, die energieloſe Geſtalt mit den hohlen Augen, die nur noch zuweilen einmal unheim⸗ lich aufleuchten konnten, wenn die Goldſtücke ihm im Spiele A und in den Zügen ſeines Partners Ent⸗ ſetzen und Verzweiflung keimten:— das ganze müde und apathiſche Weſen erzählte die Geſchichte ſeines wüſten

Lebens, welches ihn mit Rieſenſchritten dem Untergange

entgegenführte.

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