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feltes„Nein, nein, ich vermag es nicht!“ ſtöhnend, floh er ſo eilig von dannen, als ob er ſich ſelber vor dem ſchreck⸗ lichen Gedanken flüchten wollte.
Wiederum trugen ihn die müden Füße durch die finſteren Straßen, und die Augen weilten ſehnſüchtig auf jedem Fenſter, hinter dem ein fröhlich eſſender Familien⸗ kreis ſichtbar ward. Wie ſollte das enden,— wie er eine Nacht überdauern, in der die feuchte Erde ſein Pfuhl, und das düſtere regneriſche Himmelsgewölbe ſein Deck⸗ bett werden ſollten?—
Solche Stunden ſind Früchte vom Baume der Er⸗ kenntniß, und Harder koſtete ſie in ihrer ganzen Bitter⸗ keit. Zum erſten Male in ſeinem Leben dachte er wi klich ernſt über ſich ſelber nach, erkannte er ſeinen eigenen Un⸗ werth, wenn der Glanz des Namens von ihm abfiel und war entſchloſſen, ein anderes Leben zu beginnen, ſobald er nur überhaupt die Schreckensnacht überdauern würde.
Da kam er an einem kleinen ſchmutzigen Laden vorüber, den ein dürftiges Lämpchen ſpärlich erhellte, und er ſah einen Juden in alten Kleidungsſtücken wühlen und ſie mit Waſſer und Bürſte weidlich bear⸗ beiten. Ein Trödler— wie in Europa, und in Har⸗ ders Seele fiel der Anblick wie ein Lichtſtrahl.— Juden, dieſe unheiligen Nothhelfer mangelleidender


